Samstag, 17. Dezember 2011

Der vergangene Monat

War echt mal schoen normale Sachen zu unternehmen - wie zum Beispiel Kino. Waren natuerlich in dem neuen Twilight Film der hier eine Woche frueher Premiere hatte als in Deutschland. War ein schoener Maedlsabend. Am naechsten Tag mussten wir um 17:30 Uhr in dem Privathaus arbeiten. Nach leichten Orientierungschwierigkeiten haben wir nach einer Stunde rumlaufen endlich die Strasse gefunden. Das Haus ist in dem Stadteil Mosman auf der anderen Seite des Circular Quay und von der vorderen Terasse hat man einen wunderschoenen Ausblick auf die Skyline, die Harbour Bridge und das Opera House. Es war die Geburtstagsparty von der Besitzerin des Hauses und es waren 80 Gaeste geladen. Wir waren zu dritt an dem Abend zusammen mit Eva. Ina war an der Bar und Eva und ich haben bedient. Der Abend war teilweise ziemlich stressig und die Leute haben viel Alkohol getrunken. Ich wollte gerade auf der vorderen Terasse Getraenke verteilen und mein Tablett war voll mit Bier und Champagner, als es mir alles auf einmal nach vorne umgekippt ist. Ich habe alles nur noch in Zeitlupe mitbekommen und eine Frau die neben mir stand hat ein bisschen Champagner abbekommen. Ich bin gleich rein und haben Sachen zum putzen geholt und habe mir mit einer Bierflaschenscherbe beim aufwischen in den rechten Mittelfinger geschnitten. Danach habe ich die halbe Wohnung vollgeblutet. Der restliche Abend ist schnell vergangen und der Vater des Geburtstagskindes hat Ina und mir beim Gehen noch 40 Dollar Trinkgeld gegeben.
Die vergangenen Wochen haben wir ueberwiegend im Price Waterhouse gearbeitet. Letzten Dienstag konnte ich frueher nach Hause gehen, da ein Lunch abgesagt wurde. Da ich nicht wusste was ich sonst machen soll, habe ich mal wieder nach unserem Auto geschaut. Es war alles ok, bis auf dass das uns jemand beide Kennzeichen geklaut hat. Ich habe Ina von der Arbeit abgeholt und wir sind erstmal zur Polizei gegangen. Die meinten, dass wir noch zum RTA muessen um neue Kennzeichen zu bekommen. Letzten Samstag haben wir auf einer Naughty Christmas Party gearbeitet. Wir mussten den ganzen Abend schwarze Masken tragen, es waren Gogo-Taenzerinnen da und es liefen fragwuerdige, nicht jugendfreie Videos auf einer Leinwand. Nach der Schicht sind wir mit ein paar Kollegen (Marvin, Kevin, Chris und Ben - alles Deutsche :)) noch feiern gegangen und erst heimgekommen als es schon wieder hell wurde. Der Tag danach war dementsprechend unspektakulaer. Am Montag waren wir beim RTA und wollten uns nur Kennzeichen holen. Aber leider war alles wieder nicht so einfach. Der Haendler bei dem wir das Auto gekauft haben hat uns nicht gesagt, dass wir innerhalb von 14 Tagen das Auto auf uns umschreiben muessen. Er meinte, er kuemmert sich darum. Leider ist dies nie geschehen. Also sind wir die ganze Zeit illegal mit dem Auto unterwegs gewesen, was eine Geldstrafe von 2000 $ nach sich zieht. Zwei Stunden spaeter hatten wir unsere Kennzeichen und waren 400 $ aermer. Die Mitarbeiter von RTA haben mit der Polizei telefoniert und waren sich einig, dass wir nichts dafuer konnten und auch nichts davon wussten und somit mussten wir nur 200 $ Strafe zahlen.
Am naechsten Tag haben sind wir mit den Kennzeichen zum Auto gelaufen um es in unsere Garage zu stellen. Eine Tuer wurde versucht aufzubrechen, aber sonst war alles wie sonst. Mittwoch ist einer dann vorbeigekommen um sich dass Auto anzuschauen. Wir mussten es davor noch ein bisschen putzen und sind mit Eimern Wasser in die Garage. Ich wollte gerade das hintere Fenster innen putzen, als auf einmal eine Kakerlake zu meiner Hand laeuft. Danach haben Ina und ich uns keinen Meter mehr ans Auto getraut (wir hassen diese Viecher und kriegen immer einen Schreianfall wenn wir eine sehen). Kurze Zeit spaeter kam Franck (der Franzose dem die Wohnung gehoert) zufaellig vorbei und wollte uns mit der Kakerlake helfen, aber sie war verschwunden (wahrscheinlich unter dem Sitz). Aber es half ja alles nichts, wir mussten dass Auto fertig machen. Um 20:00 Uhr kam Dustin (der potentielle Kaeufer :-)) vorbei und wir haben wirklich gebetet, dass alles glatt laeuft. Es lief alles wie geplant. Das Auto lies sich ohne Probleme aufsperren (manchmal spinnt die Elektrik und das Autos sperrt sich 2 Minuten die ganze Zeit auf und zu) und sie ist angesprungen. Wir sind dann eine kleine Runde gefahren und Dustin meinte, dass es ganz gut aussieht, dass er es aber von einem Mechaniker durchchecken lassen will. Wir hatten damit kein Problem solange er es zahlt, also haben wir gleich am naechsten Tag mit ihm ausgemacht.
Am naechsten Tag (8.12.) haben wir das Auto fuer 3000 $ an Dustin verkauft, nachdem wir zusammen mit ihm bei Werkstatt waren um das Auto durchchecken zu lassen. Normalerweise haetten wir 3800 $ bekommen, aber er muss 800 $ fuer Reperaturen zahlen (3 neue Reifen und die Stossstange, die ich kaputt gemacht habe :-)). Wir haben uns wahnsinnig gefreut als er uns die hat drauf gegeben hat und als wir zum Auto gingen um nach Hause zu fahren, sind wir erstmal um die naechsten Hausecke, haben uns lautstark gefreut und sind rumgesprungen. War ja eigentlich klar dass es jeder mitbekommt! :-)
Danach haben wir bei einer Shoperoeffnung von Bassike in Paddington gearbeitet. Ina und ich haben uns um die Champagnerbar (die wir in der Umkleide am Boden aufbauen mussten) gekuemmert und es lief alles ohne Probleme. Die Leute mit denen wir zusammen gearbeitet haben, haben ein mexikanisches Restaurant/Bar in Narrabeen und waren schon ein paar mal in Muenchen. Wir konnten sogar ein bisschen deutsch mit ihnen sprechen.
Am Freitag wollten wir unseren Autokauf eigentlich mit Ben, Chris, Kevin und Marvin (zeitgleich auf den Abschied von Chris, Marvin und Kevin da diese am kommenden Montag weiterziehen) in der Cargobar feiern. Ina und ich waren die ersten die da waren und nach zwei Stunden warten und anrufen sind wir wieder nach Hause gegangen. Wir haben uns noch mit ein paar Australiern unterhalten, die sich gewundert haben, wieso wir ueberhaupt so dumm sind und warten.
Am darauffolgenden Samstag (10.12.) hat Ina im Ivy (der Beste Club in Sydney) und ich in einem italienisches Restaurant gearbeitet. Normalerweise haette ich auch im Ivy gearbeitet, aber Kim (der Chef von Stedmans) hat angerufen und gemeint, dass sie ein bisschen was umplanen mussten. Ich habe mich richtig geaergert, dass ich ans Handy gegangen bin, sonst haetten sie jemand anderen gefunden. Das Restaurant heisst Buon Ricordo und ist in Paddington. Jeder Mitarbeiter hat einen "Buzzer" der vibriert. Immer wenn dass der Fall ist, muss man runter in die Kueche und Essen holen. Die Tischnummern und Positionsnummern waren in meinen Augen so unlogisch, dass ich sie mir nicht merken konnte. Nachdem der Kuechenchef (der auch zeitgleich der Besitzer ist) gemerkt hat, dass ich nicht wirklich fit bin (die letzten Wochen waren einfach zu viel mit arbeiten, der Autogeschichte und feiern) musste ich den restlichen Abend bis 23:00 Uhr (4h) Besteck polieren. Es war echt angenehm nur rumzustehen und zu polieren. Nach der Schicht bin ich noch mit Martin (den ich vom Pricewaterhouse kenne) noch ein Bier trinken gegangen und ich habe mit Ina und Ben ausgemacht, dass wir uns in der Stadt treffen und wir danach noch weggehen. Ina und ich sind danach noch schnell in die Wohnung und haben uns umgezogen, danach wollten wir Ben anrufen, aber er war mal wieder nicht mehr zu erreichen. Wir haben bis 3:00 Uhr gewartet und haben fern geschaut. Nachdem er sich nicht mehr gemeldet hat, sind wir ins Bett gegangen. Am naechsten morgen hat sich Ben entschuldigt. Er hatte mit einem Kollegen einen Autounfall, nachdem sie zusammen von ihrer Schicht heimgefahren sind.
Am Montag war ein grosses Event im Hordern Pavillion geplant. Kelly (die uns immer wegen unseren Schichten anruft, meinte, dass 40 Mitarbeiter von Stedmans da sein werden, inkl. Kim und Mandy (die zweite Chefin)). Wir waren ganz schwarz angezogen (Hose, Bluse, Weste und Krawatte). Alle Mitarbeiter haben noch schwarze Schuerzen bekommen und wir sahen aus wie auf einer Beerdigung. Es waren viele bekannte Gesichter da und es war schoen alle wieder zu sehen. Ben war auch da und er war noch nicht so fit, da sein Nacken immer noch von dem Unfall wehtat. Das Event war die 100 jaehrige Gruendungsfeier der Commonwealth Bank mit 500 Gaesten. Die Tische waren kreisfoermig um die Buehne in der Mitte aufgestellt und in vier Teile unterteilt. Jeder Teil hatte einen Supervisior und jeder Mitarbeiter einen Tisch, den er den ganzen Abend mit Getraenken vorsorgen musste (Buttlerservice). Ich war total nervoes, da ich noch nie einen Tisch hatte fuer den ich alleine zustaendig war. Aber der ganze Abend verlief mal wieder so verplant, dass ich vielleicht 10 Minuten wirklich meinen Tisch betreuen konnte. Den Rest der Zeit bin ich nur mit Tellern rumgelaufen und habe Essen verteilt. Um 1:00 Uhr waren wir fertig und sind noch mit ein paar Kollegen (Ben, Sophia, Gregor, Olaf, Julia - deutsche und Cooper aus Colorado) was trinken gegangen. Um 4:00 Uhr waren wir endlich zuhause und im Bett.
Am naechsten Tag haben wir abends im Government gearbeitet, wo wir schon einmal waren. Es war eine Cocktailparty fuer das Kommite der olympischen Spiele.
Mittwoch und Freitag waren wir wieder im Pricewaterhouse, wo es langsam ruhiger wird und man den ganzen Tag fast nichts zu tun hat. Donnerstag Abend waren wir in Hugos Lounge, einer Bar in Kings Cross, in der die Weihnachtsfeier eines Fernsehsenders war. Wir haben zusammen mit Francesco (unserem Lieblings-Supervisior) gearbeitet und nach vier Stunden konnten wir wieder nach Hause gehen, da sie unsere Hilfe dann nicht mehr gebraucht haben. Wir waren sehr froh darueber.
Gestern abend waren wir mit Nadine in der Cargobar was trinken. Ich habe bis Dienstag frei (das Wochenende habe ich mir freigenommen und Montag haben sie keine Schicht fuer uns, da nun die Zeit kommt, in der so gut wie keine Events mehr stattfinden. Im Januar werden auch 300 Mitarbeiter ausgestellt, da einige Zeit nicht mehr viel los sein wird) und Ina arbeitet auf einer Cocktailparty in Darling Harbour.

Donnerstag, 17. November 2011

Penthousewohnung und Arbeit

Die Wohnungsbesichtigung war sehr erfolgreich! :-) Wir sind rein und nach zwei Schritten wussten wir bereits, dass wir sie nehmen (wir hatten per SMS erfahren, dass nur drei Leute in der Wohnung leben. Frank, ein Franzose dem die Wohnung gehoert und zwei Asiatinnen mit denen wir uns das Zimmer teilen). Jetzt leben wir seit letzten Donnerstag in einer zweistoeckigen Penthouse-Wohnung im 23. Stock mit besten Blick auf Darling Harbour (und somit auch auf das woechentliche Feuerwerk) und mitten in der Stadt. Im unteren Stockwerk ist die Wohnkueche mit einer Kochinsel und das Wohnzimmer mit einem Flatscreen. Die komplette Aussenwand ist voll verglast und wir haben einen Balkon. Im zweiten Stock ist Franks Zimmer und unser Zimmer mit 2 Stockbetten, einem Wandschrank, einem normalen Schrank, vier Schreibttischen und unser eigenes Bad gleich nebenan. Wenn wir morgens aufwachen haben wir den gleichen Blick wie vom Wohnzimmer und auch unser Zimmer hat eine riessige Fensterfront. Im EG ist ein Fitnessstudio, ein Pool und eine Sauna. Was soll ich sagen - so laessts sichs leben! ;-)
Letzte Woche haben wir Dienstag - Samstag gearbeitet. Am Dienstag hatten wir ein Training ueber 4 Stunden bei PriceWaterhouse Coopers, welche auf zwei Stockwerken ihre Tagunsgraeume haben, die wir bewirten muessen. (PWC ist eine Minute von unserer Wohnung entfernt :-)). Am Mittwoch haben wir wieder vier Stunden bei PWC gearbeitet. Ich war fuer Special Service im Sydney Tagungsraum eingeteilt. Hier war ein dreistuendiger Vortrag von Mitarbeitern von PWC fuer Mitarbeiterinnen einer japanischen Firma, mit einem 3 Gaenge Menue. Es ging dabei um Frauen in Fuehrungspositionen, was in Japan nur in ganz seltenen Faellen vorkommt. Die Mitarbeiterinnen von PWC haben versucht die japanischen Frauen zu ermutigen und haben erzaehlt, wie sie ihr Familienleben managen. Es war echt richtig interessant und ich die meiste Zeit zugehoert. Beim Servieren vom Hauptgang ist mir dann aber der Fisch auf den Tellern verrutscht, da meine Haende wieder gekrampft haben und mir die Kraft gefehlt hat sie gerade zu halten. Mister Q (seinen richtigen Namen weiss ich nicht) der Tagungsraumleiter meinte nur zu mir: You can't carry plates ugly like this! und hat mich wieder zurueck in die Kueche geschickt, ab da an hab ich lieber nur noch zwei Teller genommen. Danach haben wir nochmal vier Stunden bei einer Shoperoeffnung von Paspaley am Martins Place gearbeitet. Paspaley ist die groesste Perlenfirma Australiens welche 1935 gegruendet wurde. Paspaley Perlen sind die schoensten, und auch die teuersten, Perlen der Suedsee. Am Donnerstag waren wir vier Stunden im Centennial Parklands Restaurant, in welchem wir des erste Interview hatten. Dort war eine Charity Veranstaltung um Geld fuer das Restaurant zu sammeln, welches auch einen grossen Teil des Parks besitzt. Die Stadt zahlt lediglich 3 % aller Kosten, bespielweise fuer Neubeflanzungen oder Baumpflege. Freitag haben wir Nachmittag vier Stunden im Government Department of Protocol, welches seinen Sitz im 41. Stock am Farrer Place hat. Farrer Place ist fast am Circular Quay und somit hatten wir von oben einen unbeschreiblichen Blick auf den Hafen, das Opera House bis hin zur Kueste.
Am Samstag haben von 16:00 - 1:00 Uhr in der Art Gallery gearbeitet, da hier neue Bilder von Picasso eingetroffen und ausgestellt wurden. An dem Abend sollten 200 Mitarbeiter von Ernst & Young (Ernst & Young ist ein weltweites Netzwerk selbstständiger Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Unternehmensberatung.) kommen. Am Anfang mussten wir die Tische aufbauen und fuer eine 3-Gaenge Menue eindecken. Danach gab es ein kurzes Briefing von Kim (dem Chef von Stedmans) und Francesco (unserem Supervisor, welchen wir auch schon beim Melbourne-Cup hatten). Der Abend war nicht nur wegen der Gaeste wichtig fuer Stedmans, sondern auch wegen der Kueche. Es war der Restaurantleiter und die Koeche von Guillaume, dem nobelsten Restaurant Sydneys gebucht. Der Koch hat bereits fuer George W. Bush und Barrack Obama gekocht. Dieser Abend war das erste Mal, dass Guillaume mit Stedmans zusammen arbeitet und da Stedmans weiterhin gerne von ihnen gebucht werden wuerde, mussten wir alle unser Bestes geben. Nach dem umziehen standen wir alle nochmal in der Halle um einen letzten Blick in aller Ruhe auf das luxurioese Ambiente zu werfen und uns nochmal die Tischnummern einzupraegen und dann kamen auch schon die ersten Gaeste. (Bei Stedmans ist es meistens so, dass die Maenner sich um die Getraenke kuemmern und die Frauen um das Essen). Zu der Ansprache gab es Canapes und Champagner. Waehrend die Gaeste in der Ausstellung von Picasso waren, wurde weitere Aufgaben verteilt. Ich musste zusammen mit Ina und noch ein paar anderen das Brot verteilen, also mussten mir die anderen kurz zeigen wie Silberservice geht und schon ging es los. Danach wurden fast alle Mitarbeiter von Stedmans in die Kueche geholt um die Vorspeisen zu verteilen. Der Restaurantleiter von Guillaume hat jedem die Tischnummer und die Positionen gesagt (also z.B. Tisch 1, Positionen 1 und 3 Lamm Position 2 vegetarisch) gesagt, dann hat jeder seine Teller geholt und zu den Tischen gebracht. Nach einiger Zeit war es nur noch ein einziges Durcheinander, aber Francesco und Kim haben es im Saal gut gemanaget so dass es nicht so schlimm aufgefallen ist. Danach mussten wir die Teller wieder abraeumen und den Hauptgang servieren. Nach der ersten Runde fuer mich, konnte ich keine 3 Teller mehr tragen, da meine linke hat gekrampft hat und ich Angst hatte, dass mir dasselbe wie bei PWC oder dem Melbourne Cup passiert. Aber ich war die nicht einzige :-). Danach wieder abraeumen, Dessertwein ausschenken, Nachspeise servieren (wieder mit 3 Tellern, da die Teller wieder leichter waren :-)), Kaffee und Tee verteilen und abraeumen. Als die Gaeste weg waren mussten wir noch zwei Stunden abbauen und Glaeser und Besteck polieren. Alle waren vollkommen fertig, konnten sich kaum noch auf den Beinen halten und hungrig, war wir mal wieder nichts zu essen bekommen haben, aber gluecklich. Ina und ich sind danach noch mit Francesco und ein paar anderen Kollegen (wovon zwei andere Muencher sind :-)) in eine Bar auf ein Bierchen gegangen. Wir hatten alle noch unsere Uniform an, haben Bier getrunken und getanzt. Es war wirklich lustig. Um 4:00 Uhr waren wir dann im Bett und froh darueber, dass wir Sonntag frei hatten, ausschlafen konnten und endlich, zum ersten Mal in dieser Woche, von der Arbeit richtig abschalten konnten. Zum Fruehstuecken sind wir dann zu Anne ins Hostel gegangen, da wir noch ein paar Fruehstuecksvoucher hatten und dann waren wir mit Anne und Nadine Kaffee trinken im Starbucks am Darling Harbour.
Die Woche habe ich am Montag von 6:30 - 15:00 Uhr im PWC gearbeitet und von 16:30 - 0:00 Uhr wieder in der Art Gallery, da hier die selbe Veranstaltung nochmal war wie Samstag, nur mit anderen Mitarbeitern von Ernst & Young. Der Abend war nicht ganz so verplant, wie der letzte und der Restaurantleiter kannte mich schon und wusste, dass ich beim Hauptgang nur zwei Teller nehmen kann. Kim war auch wieder da und er kam zu mir und Ina und meinte: Everyone loves you.
Auch einige Kollegen, haben zu uns gesagt, dass wir uns wirklich was darauf einbilden koennen, dass wir so oft und fuer solche Events gebucht sind, da Stedmans lieber Maenner einplant und nur die besten Frauen dazugeholt werden. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass ich auch nur ansatzweise gut bin. Aber sie meinten, dann zu mir, dass es nicht zaehlt, ob man jetzt 3 Teller tragen kann und nur 2, sondern das Auftreten und Ina und ich zaehlen, zu denen die immer laecheln egal wie anstrengend und nervig es ist. Und auch der Restaurantleiter von Guillaume mochte uns.
Am Dienstag hab ich von 10:00 Uhr - 18:00 Uhr wieder im PWC gearbeitet und von 18:30 - 0:00 Uhr in dem Restaurant Guillaume :-) im Opera House. Wir hatten es also geschafft den Restaurantleiter nicht nur von Stedmans zu ueberzeugen, sondern auch von uns zu ueberzeugen. Da unsere Schichten so eng zusammen lagen, sind wir leider ein bisschen zu spaet gekommen, aber es war nicht so schlimm. Auch an diesem Abend mussten wir am Ende wieder Glaeser polieren und es war einfach nur noch nervig. Die zwei letzten Tage hatte ich 28 Stunden gearbeitet und ich konnte einfach nicht mehr. Wir haben die ganze vorherige Woche nur gefruehstueckt und sonst fast nichts mehr gegessen, da es einfach zu viel Stress war, wir es einfach immer dadurch vergessen haben und nachts alles schon zu hatte und wir einfach nur schlafen wollten.
Gestern habe ich von 10:00 Uhr - 18:00 Uhr im PWC gearbeitet und zum ersten Mal richtigen Kaffee machen an der groessen Maschine gemacht. Kjshell, mein Supervisior dort, meinte, dass ich es lernen muss, falls derjenige an der Kaffeemaschine mal ausfaellt.
Zuhause haben wir geduscht, wo ich feststellen musste, dass ich von den Schuhen (die verdammt unbequem sind) an meinem rechten Fuss eine blaue Schwellung habe und verdammt wehtut, sobald ich die Schuhe mal ausgezogen habe.
Danach haben wir gekocht und haben usn zum ersten Mal einen gemuetlichen Abend auf der Couch gemacht. Ina muss heute ab 16:00 Uhr arbeiten und ich gluecklicherweise gar nicht. Auch morgen haben wir, so wie es bis jetzt aussieht frei. Am Abend gehen wir mit Anne und Nadine ins Kino und Samstag muessen wir abends in einem Privathaus auf einer Cocktailparty arbeiten.

Montag, 7. November 2011

Die letzten Wochen

Die letzten Wochen ist nicht so viel passiert, deswegen habe ich mich auch so lange nicht mehr gemeldet.
Nach unserem ersten Vorstellungsgespraech haben wir beschlossen noch in den Restaurants, welche uns Patrick gegeben hat, unsere CV's abzugeben.
Am naechsten Morgen hatten Ina und ich einen Anruf von Stedmans Hospitality (Stedmans ist die beste Eventagentur in Sydney. Zu ihren Kunden gehoeren u.a. Louis Vuitton, Gucci und Giorgio Armani. Sie wurden auch fuer die Hochzeit von Nicole Kidman gebucht, haben aber auch einige eigene Restaurants in Sydney, in welchen man als a la carte Kellner arbeiten kann) auf unserer Mailbox (wir hatten, in den ersten Tage wo wir in Sydney angekommen sind, eine Bewerbung hingeschickt und sind eigentlich fest davon ausgegangen, dass nichts daraus wird). Wir sollten sie bezueglich eines Interviews zurueck rufen. Dass haben wir auch gleich gemacht und am naechsten Tag hatten wir auch gleich ein Vorstellungsgespraech. Da wir dort nicht in Jeans und Top auftauchen wollten, so wie bei unserem letzten Interview, sind wir noch einkaufen gegangen. Wir haben uns eine schwarze Hose fuer 20 $ auf einem Chinesen Markt gekauft und eine weisse Kellnerbluse in einem Uniformladen, welchen wir vor ein paar Wochen entdeckt hatten. Danach haben wir noch unsere CV's im Loewenbraeukeller und im Bavarian Beer Cafe abgegeben, aber beide Male wurde uns gesagt, dass sie keinen mehr suchen. Sie wuerden sich melden wenn wieder was frei wird.
Nach den Enttaeuschungen haben wir unsere ganze Hoffnung in des morgige Interview mit Stedmans gelegt. Ina hatte um 10:00 Uhr und ich um 11:00 Uhr. Wir sind aber zusammen hingegangen und ich wollte eigentlich unten so lange warten, aber Jarrod (Leiter HR von Stedmans) meinte, dass wir es auch gleich zusammen machen koennen. Nach einem kurzen Gespraech mussten wir noch zeigen, wie man drei Teller traegt, Teller aushebt und Glaeser auf einem Tablett anordnet. Danach meinte er zu uns, dass wir auf jeden Fall Potential haben und dass er uns gerne einstellen moechte. Wir haben den Vertrag durchgesprochen, er hat uns die Formulare fuer die Steueranmeldung erklaert und er hat uns eine Liste gegeben, was wir noch alles kaufen muessen. Wir waren uebergluecklich, da wir von Anfang an einen Job bei Stedmans haben wollten, nachdem uns ein paar Leute, mit welchen wir in Sydney angekommen sind, vorgeschwaermt haben wie toll es ist dort zu arbeiten.
Am liebsten haetten wir schon im Aufzug einen Freudenschrei losgelassen, aber es ist dann mit uns der Chef von Stedmans eingestiegen und wir haben uns lieber "still" gefreut :-).
Zurueck im Hostel haben wir uns umgezogen und sind gleich weiter um den Rest unserer Uniform zu kaufen und den RSA-Kurs zu buchen. 5 Stunden spaeter und 350 $ aermer hatten wir alles zusammen und den Kurs fuer den kommenden Tag gebucht.
Eigentlich wollten wir an dem Abend noch eine Flasche Wein zu Feier des Tages trinken, aber wir waren dann einfach zu muede und sind nur noch schlafen gegangen. Am naechsten Tag fing der Kurs um 9 Uhr an und ging bis 16:00 Uhr. Es war gar nicht so langweilig wie zuerst gedacht, da wir einige Sachen erfahren haben die wir wirklich nicht wussten. U.a. dass Australien zu den Laendern mit dem groessten Alkoholproblem der Welt gehoert (was auf die Einwohnerzahl gesehen echt erschreckend ist) und das Sydney nachts keine sichere Stadt ist. In der Mittagspause haben wir bei Stedmans angerufen und gefragt, ob wir noch heute zum Uniformcheck vorbei kommen koennen und ein paar Schichten fuer die kommende Woche auszumachen (man muss jeden Freitag anrufen und sagen an welchen Tagen man arbeiten kann). Jarrod war leider den ganzen Tag mit Terminen voll, aber er meinte, dass wir auch in aller Ruhe am Montag kommen koennen und dass wir dann trotzdem noch Arbeit fuer diese Woche bekommen.
Nach dem bestandenen Test hatten wir auch unser NSW-RSA in der Tasche.
Danach sind wir noch schnell zu unserem Auto gelaufen, da wir seit einer Woche nicht mehr vorbei geschaut haben. Wir haben gleich ein paar neue Kratzer gesehen, worueber wir uns total geaergert haben. Dann haben wir das Auto umgeparkt und sind wieder zurueck zum Hostel.
Am Montag waren wir dann wieder im Office von Stedmans, mit unserer Uniform, den unterschriebenen Vertragsgeschichten und der Hoffnung dass wir wirklich Arbeit bekommen. Nachdem Jarrod unsere Uniform angeschaut und sie fuer perfekt befunden hat, meinte er: You definitly work tomorrow.
In dem Augenblick kam ein Mann zu uns der sich als Helmut vorstellte. Er wollte wissen woher wir kommen und war, nachdem wir Muenchen gesagt haben, total begeistert und aus dem Haeusschen. Er hat dann gleich deutsch mit uns gesprochen und meinte, dass er im Allgaeu geboren ist und Muenchen ueber alles liebt. Auf einmal kam der Chef von Stedmans dazu, da er mitbekommen hat, dass wir aus Muenchen kommen. Er hat uns erzaehlt, dass er auch schon oefter in Muenchen war und am liebsten in der Isar baden geht, da man dort innerhalb von ein paar Sekunden 100 Meter weit getrieben wird. :-)
Jarrod meinte, dann zu uns, dass wir am naechsten Tag fuer den Melbourne-Cup angeplant worden sind und dass es ein grosses und sehr wichtiges Event fuer Stedmans ist, da 250 VIP Gaeste geladen sind. Das er Top Aussehen und Verhalten erwartet, haette er nach dieser Aussage, allerdings nicht extra dazu sagen muessen.
Der Melbourne Cup ist Australiens größtes Pferderennen und wird auf dem Flemington Racecourse im Norden Melbournes ausgetragen.
Das wichtigste Rennen an dem 1.11.2011 ist der Emirates Melbourne Cup, wo es um 6 Millionnen Dollar geht.
Als wir am naechsten Tag ueberpuenktlich an der Location ankamen, konnten wir unseren Augen nicht trauen. Wir standen vor einem riessigen Eisentor mit einer gebogenen Auffahrt zu einer Art Burg, wie man es nur aus dem Fernsehen kennt. Wir sahen schon Jarrod auf einer Bank sitzen und als wir bei ihm waren, hat er sich gleich bedankt, dass wir so frueh gekommen sind. Er erklaerte uns, dass wir noch auf den Rest der Gruppe warten und dann eine Einweisung bekommen. Als wir die anderen kennengelernt und uns umgezogen hatten, kam der Leiter des Events zu uns und erklaerte alles, was wichtig ist. Er betonte, dass nebden der High Society von Sydney auch Prominente wie Mel-B anwesend sein werden. Diese werden sich allerdings nur in der VIP-Lounge aufhalten, welche nur von den beiden VIP-Kellner (welche Francesco unser Supervisior bestimmt) betreten werden darf. Fuer den Rest der Gruppe ist das Haus tabu, da hier Gemaelde im Wert von mehreren Millionen Dollar stehen. Ich total erleichtert, dass ich kein VIP Kellner war und, zusammen mit Ina, fuer Food und Beverage im Aussenbereich eingeteilt wurde. Von dem Garten, in welchem weisse Tische, Stuehle und Couchen standen, hatte man einen wunderschoenen Ausblich auf die Skyline von Sydney, inkl. Harbour Bridge. Es war ueberwaeltigend. Es blieb aber nicht viel Zeit den Ausblick und das Flair zu geniessen, da bereits die ersten Gaeste kamen. Die kommenden fuenf Stunden hiess es Teller, Tabletts und Platten ohne Pause zu schleppen.
Mein linker Arm hat bereits nach den ersten Canape Platten gezittert, da diese so schwer waren. Es war echt anstrengend, vor allem fuer mich, da ich sowas noch nie gemacht habe, die Leute wirklich teilweise total arrogant waren und ich damit ein bisschen mit allem ueberfordert war. Aber ich dachte mir nur, einfach Augen zu und durch und das Beste draus machen.
Nach ein paar Stunden hats dann auch teilweise echt Spass gemacht, da die meisten bereits betrunken waren, die Musik lauter gemacht wurde, die Sonne rauskam und man wieder den Ausblick geniessen konnte. Ich musste dann einem Paerchen Essen aus der Kueche holen, da sie das Buffet verpasst hatten. Leider habe ich die Teller ein bisschen zu voll geladen und beim Tragen ist mein linker Arm im tiefer gegangen, da es einfach zu schwer war, aber ich habe ihn auch nicht mehr hochbekommen. Das war dann ein bisschen peinlich aber es hat fast keiner mitbekommen. :-)
Um 4 Uhr konnten wir dann endlich kurz eine Pause machen und was trinken (wir haben die ganze Zeit nichts getrunken, da keine Zeit dafuer war) und essen duerfen.
Da noch so viel Essen vom Buffet uebrig war durften wir uns in der Kueche bedienen. Am besten waren die Erdbeeren mit Mascarpone-Creme. :-)
Danach mussten wir noch abraeumen und um 17:30 Uhr hatten wir endlich Feierabend.
Die kommenden Tage hatten wir wahnsinnigen Muskelkater in den Armen und Schmerzen in den Schultern. Wir haben fast nichts gemacht, ausser zwei Wohnungen angeschaut, welche allerdings gar nichts fuer uns waren. Die eine war eine 3 Zimmer Wohnung am Darling Harbour, welche wir uns mit 12 Asiaten teilen haetten muessen (150 $ die Woche) und die andere war naehe Central Station, total verdreckt und auch 13 Leute (allerdings nur Europaer) in 3 Zimmern fuer 120 $.
Seit ein paar Tagen haben wir jeden Tag 35 Grad und eine Luftfeuchte von 80 %.
Vorgestern waren wir am Bondi Beach und haben uns mal wieder einen Sonnenbrand geholt. Am Abend waren wir dann am Darling Harbour um das woechentliche Probefeuerwerk fuer Silvester anzuschauen (unglaublich was die hier an Geld hochschiessen nur um zu ueben).
Heute waren wir bei Stedmans um unseren Schichtplan zu holen und jetzt haben wir gleich noch eine Wohnungsbesichtigung.

Montag, 24. Oktober 2011

Vorstellungsgespraech als Waitress

Heute hatten wir unser erstes richtiges Vorstellungespraech in einem Restaurant als Kellner. Als wir dort ankamen, mussten wir zuerst einmal eine Stunde warten bis wir dran waren. In der Zeit haben wir uns ueber einen Kellner lustig gemacht, der, unserer Meinung nach, viel zu aufgedreht war.
Ina war als erstes an der Reihe und mir war klar, dass sie keine Probleme haben wird, da sie ja ihre Ausbildung im Hotel gemacht hat. Ich habe mir eher um mich Gedanken gemacht. Ich habe weder bis jetzt als Kellnerin oder aehnliches gearbeitet, noch kann ich ein Tablett tragen, Tische eindecken oder 3 Teller tragen (wobei Ina es mir am Abend davor noch ein bisschen beigebracht hat). Schon als ich reingekommen bin, habe ich Ina beim Tisch eindecken gesehen und hatte gehofft, dass ich davon verschont bleibe! Aber nach einem kurzen Gespraech wurde auch ich darum gebeten einen Tisch fuer 2 Personen einzudecken. Ich habe ihnen gleich gesagt, dass ich es noch nie gemacht habe, aber das ich es mal versuchen. Es standen zwei kleine Teller da (welche mir Ina nachher als Brotteller vorstellte :-)), Weinglaeser, normale Glaeser und Besteck. Da ich nicht wusste, dass es sich um einen Brotteller handelt habe ich ihn in die Mitte der Personen gestellt, links und rechts Gabel und Messer gelegt, die Serviette links neben die Gabel gelegt und das Weinglas rechts hingestellt und das andere Glas daneben. Als ich Ina Blick gesehen habe, wusste ich dass es falsch war und auch die beiden Damen, welche das Interview gefuehrt haben, mussten grinsen. Aber egal - ich habs probiert und habe mal wieder alle zum Lachen gebracht. Wir haben beide ein Probearbeiten (Freitag und Samstag), aber wir muessen davor noch unser RSA machen und eine Uniform kaufen, was uns ungefaehr 500 $ kosten wird. Wir schauen mal was die naechsten Tage passiert und falls wir noch was anderes finden, werden wir dem Probearbeiten absagen, da es ja nicht 100 % sicher ist ob wir genommen werden.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Arbeiten in Sydney

Wir haben den Flyer-Job ohne Probleme bekommen. Wie bereits geschrieben konnten wir bereits am naechsten Tag anfangen. Allerdings muessen wir die Flyer nicht an Personen verteilen, sondern jeder bekommt ein Gebiet von Sydney zugeteilt und muss diese in jeden Briefkasten einwerfen (also wie Zeitungen austragen in Deutschland). Wenn man arbeiten will, muss man am Abend davor eine SMS an seinen Supervisor schicken. Dieser teilt einem dann die Bahnstation und die Uhrzeit mit, wo und wann man sich trifft. Dann bekommt jeder seine Flyer und sein GPS Geraet (damit der Kunde nachverfolgen kann ob man auch wirklich alle Strassen gemacht hat) und kann loslaufen. Man muss 95 % des Gebietes schaffen und hat so lange Zeit wie man will. Im schlechtesten Fall (nur ein Flyer) verdient man 60 $ am Tag und im besten Fall (drei Flyer) 160 $. Wir haben uns gedacht, dass kann ja nicht so schwierig sein und haben uns richtig auf den naechsten Tag gefreut. Unser erstes Gebiet lag in Epping und Treffpunkt war um 6:45 Uhr. Wir sind so frueh wie moeglich schlafen gegangen, aber wir konnten nicht einschlafen, da wir die letzten Tage auch immer spaet ins Bett sind und lange geschlafen haben. Nach vier Stunden Schlaf hat dann der Wecker geklingelt. Eigentlich waere es ganz schoen gewesen, aufzustehen und zu wissen, dass man endlich mal wieder arbeiten gehen kann, aber irgendwie wars alles andere als das. Ich haette ja fast vergessen, was ich fuer ein Morgenmuffel sein kann, aber an dem Tag war es besonders schlimm. Des naechste war, dass es draussen gerade mal 10 Grad hatte und das meine Laune nicht unbedingt gebessert hat. In Epping angekommen mussten wir noch eine halbe Stunde warten, da wir zu frueh dran waren. Um 6:40 Uhr kam dann unser Supervisior (ein Inder, den man so gut wie gar nicht verstanden hat), hat uns die Flyer, die Karte und das GPS gegeben und hat uns zu unseren Gebieten gefahren.
Ich dachte eigentlich dass meins relativ uebersichtlich ist, aber das war leider falsch. Mehr dazu spaeter. Wenn der Rucksack voll ist wiegt er ca. 8 kg und dann kommen noch 1,5 Liter Trinken dazu. Aber des war mir egal, hauptsache Geld verdienen (auch der Gedanke hat sich schnell geaendert).
Ich bin mit guter Laune aus dem Auto gestiegen, hab mein I-Pod angemacht und bin losgezogen. Bereits nach einer halben Stunde, musste ich meine Jacke ausziehen, da es schon so warm war. Ich habe mich kurz mit einem aelteren Herren unterhalten und habe mich ueber jeden Kakadu und Papagei gefreut den ich gesehen habe.
Meine Laune hat sich stuendlich verschlechtert, mein Gebiet war ein staendiges bergauf – bergab, die Temperatur ist auf 25 Grad gestiegen (jetzt wusste ich auch warum alle anderen die das schon laenger machen, eine kurze Hose anhatten), es war keine Wolke am Himmel, meine Beine und mein Ruecken haben wehgetan und mein Kreislauf war am Ende. Ich habe die ganze Zeit Wasser getrunken, aber ich hatte noch nichts gegessen. Und zu allem Ueberfluss hat uns unser Supervisior angerufen und meinte, dass wir bis 13:00 Uhr fertig sein muessen, sonst muessen wir die restlichen Flyer und das GPS ins Office nach Parramatta bringen. Das haette geheissen, dass wir dort mit dem Zug hinfahren haetten muessen und wieder ein Ticket kaufen muesste. Das wollte natuerlich keiner, also mussten wir schneller arbeiten. Das schlimmste war, dass wir immer 40 Minuten auf die naechsten Flyer warten mussten (nach seinen Aussagen 15 Minuten). Nach 7 Stunden waren wir fertig mit der Arbeit und den Nerven und koerperlich am Ende, aber 60 $ reicher. Ich bin an dem Tag 10 km gelaufen und war froh wieder im Zug zu sitzen. Zurueck im Hostel haben wir erstmal unser Fruehstueck, welches wir hier kostenlos haben, gegessen, waren duschen und sind danach ins Bett gefallen. Nach zwei Stunden Schlaf haben wir uns Nudeln gemacht, gegessen und sind schlafen gegangen. Am naechsten Tag mussten wir zur selben Zeit an der Central Station sein. Da unser Hostel genau daneben ist, sind wir erst um sechs aufgestanden. Wenn man es so nennen kann. Wir sind aus den Betten gekrochen, weil uns immer noch alles wehgetan hat.
Wir hatten leider keine genaue Strasse wo wir uns treffen wollten. Also haben wir einfach gewartet und dann um 7:00 Uhr angerufen. Da wir die Strasse nicht kannten und wir uns, mal wieder, beeilen sollten, haben wir 3 Polizisten gefragt, wo die Strasse ist. Da sie es auch nicht wussten, haben sie uns zur naechsten Strassenkarte gebracht. Alle haben uns angeschaut, als waeren wir verhaftet worden. :-)
Aber sie waren echt total nett und sowas habe ich bei deutschen Polizisten noch nie erlebt.
Als wir endlich gefunden haben, haben wir wieder Flyer, GPS und Karte bekommen und wurden zu den Gebieten gefahren. Gluecklicherweise waren die Flyer heute ganz duenn und leichter. Aber selbst des Gewicht war wegen dem gestrigen Tag zu schwer fuer meinen Ruecken. Ich hatte ein Gebiet im Herzen von Sydney (die Strassen kannte ich fast alle, da ich diese jeden Tag langlaufe) und dachte mir nur, wo hier wohl Wohnhaeuser sein sollen. Und es gab in dem ganzen Gebiet nur 3 Wohnhaeuser wo ich reingehen konnte, ohne dass ich von Security aufgehalten wurde. Ich haben den Supervisior angerufen und er meinte, dass ich mir keine Gedanken machen soll und einfach die Strassen ablaufen soll, damit der Kunde sieht, dass ich ueberall war. Also bin ich einfach bloed in der Gegend rumgelaufen, das GPS in meinen Rucksack hat staendig laut gepipst (was ich gar nicht wusste, da ich ja am Tag davor Musik gehoert hab) und alle haben mich angeschaut als wuerde ich eine Bombe mit mir rumtragen. Das einzigst schoene war durch die Shoppingstrassen zu laufen. Aber es war auch gleichzeitg deprimierend zu sehen, was man sich derzeit einfach nicht leisten kann. Ich haette alles dafuer gegeben, einfach mal wieder durch die Laeden zu laufen, schoene Sachen einzukaufen und Kaffee zu trinken.
Nach 5 Stunden in der Hitze (und diesmal stickigen Luft) bergauf und bergab laufen, war ich endlich fertig und vollkommen am Ende. Ich hatte wieder nichts gegessen, da ich mein Geld im Hostel vergessen hatte und meine Beine konnte ich gar nicht mehr bewegen.
Nachdem mich der Supervisior abgeholt hat und wir wieder zurueck an der Central Stadion waren, habe ich mich auf die Duschen, das Essen und das Bett gefreut. Aber so schnell bin ich leider nicht ins Hostel zurueck gekommen. Ich hatte am Morgen meine Jacke zu ihm ins Auto gelegt, da es bereits morgens schon warm war und ich keine Lust hatte sie wieder rumzutragen. Am Mittag war sie nicht mehr da und er meinte, dass er sie versehentlich in eine Box getan hat, die er einem anderen mit gegeben hat, der ins Office gefahren ist. Da ich ihm nicht vertrauen konnte, dass er sie mir noch an dem Tag vorbeibringt und ich Angst hatte, dass er sie ganz verliert, bin ich mit ihm mitgefahren. Er meinte auch zuerst, dass er mich auch wieder zurueck bringt. In seinem Auto hat es gestunken, die Sonne hat reingescheint und es hatte bestimmt 35 Grad (Lueftung kaputt), ich hatte immer noch nichts gegessen und dann macht er auch noch seine komisch Musik von zu Hause in voller Lautstaerke an. Bei Indern gibt es eigentlich bloss zwei Fahrstile. Entweder sie fahren wie die verrueckten und achten weder auf Verkehrsschilder noch auf Ampeln oder sie schleichen vor sich hin. Meiner gehoert zu ersten Moeglichkeit. Also sind wir durch Sydneys Vororte gerast und ich hatte echt Angst, dass was passiert.
Der Kerl der meine Jacke haben wir nicht am Office getroffen, sondern irgendwo anders (ich weiss den Ortsteil leider nicht mehr) und mein Supervisior meinte nur: “There is your jacket and there is the train, heavy traffic, take train”. Ich hab ihn angeschaut und war kurz davor auszurasten, aber es haette alles nichts geholfen. Also bin ich ohne ein Wort aus dem Auto gestiegen und bin gegangen. Nachdem er weggefahren ist, ist mir aber eingefallen, dass ich ja nichtmal Geld fuer das Ticket habe. Also habe ich ihn wieder angerufen (zuerst hatte er sein Handy aus) und habe gesagt, dass ich kein Geld habe. 10 Minuten spaeter hat er neben wir gehalten, hat mir 5 $ aus dem Fenster gehalten und ist wieder gefahren. Die Zugstation habe ich gluecklicherweise gefunden, aber mein Zug (ein ganz altes Teil ohne Klimaanlage) hat an jeder noch so kleinen Station gehalten. Nach 50 Minuten Zugfahrt war ich dann auch endlich mal wieder bei Central Station angekommen, bin ins Hostel gegangen und habe mich erstmal im Zimmer auf den Boden gelegt, weil ich zu faul war in mein Stockbett hochzuklettern. Danach wieder duschen, essen und schlafen.

Gestern mussten wir um elf auschecken, damit wir um eins im selben Hostel wieder einchecken konnten. Am Nachmittag waren wir kurz am Pool gelegen und am Abend wollten wir eigentlich nur noch ins Bett, aber wir wurden noch von ein paar Leuten auf ein Bier eingeladen. Es war eine ganz lustige Gruppe (Valentina, die zur gleichen Zeit in Sydney angekommen ist, die selbe Strecke hinter sich hat und die gleichen Plaene hat wie wir, Christina die gestern erst in Sydney angekommen ist, aber schon 2 Monate in Costa Rica war und nach Australien noch 3 Monate Bali vor sich hat, Alex und Kevin zwei “Dauerpartygaenger” die seit zwei Wochen hier sind, ihr ganzes Geld fast fuer Party ausgegeben haben und keinen Plan haben und Steffen der bisschen aelter und sehr ausgeglichen, noch 2 Monate in Australien (er ist zum zweiten mal seit einem Jahr hier und sein Visum laeuft Dezember aus) ist und danach nach Neuseeland weiterreist). Da wir relativ muede waren und wir dann in eine Bar gegangen sind, die in einem anderen Zustand vielleicht ganz gut gewesen waere, waren wir um eins wieder zurueck im Hostel (Christina ist auch mitgekommen, da sie noch ziemlich Jetlag hatte).

Montag, 17. Oktober 2011

3. Tag Fraser - Heute

Der dritte Tag auf Fraser war leider nicht so schoen. Wir sind um 5 Uhr aufgestanden, da wir eigentlich den Sonnenaufgang sehen wollten. Leider war es zu bewoelkt und man hat von der Sonne gar nichts gesehen. Der restliche Tag war vom Wetter leider nicht besser. Da der Lake McKenzie immer noch wegen des Feuers gesperrt war, sind wir zum Lake Birrabeen gefahren. Dort haben wir zwei Stunden in weissem Sand gelegen und einfach mal wieder nichts gemacht. Danach ging es zurueck zum Resort um dort Mittag zu essen. Nach der Staerkung ging es weiter nach Happy Valley. Das ist ein kleines, in Duenen gelegenes Dorf, direkt am Meer. Von hier aus fuehrte unser Weg zum Lake Garawongera. Die Fahrt war ziemlich holprig und Jayson meinte, dass hier nur ganz wenig Busse hinfahren, da der Weg sehr schmal ist. Wir hatten meistens nur noch eine Hand breit links und rechts zu den Baeumen Platz (die Aussenspiegel waren bereits nach den ersten Meter von dem umliegenden Gestruepp eingeklappt). Ina und ich waren von dem Gewackel schon so genervt, dass wir keine Lust mehr hatten auch nur 10 Minuten in dem Bus zu sitzen. Vor allem waren wir noch leicht “Ruecken- und Nackengeschaedigt” von einem Schlagloch am Tag zuvor. Da wir nur noch 6 Leute in der Gruppe waren, hat Jayson sein I-Phone an den Radio angesteckt und die Musik ganz laut aufgedreht. Und nach einigen Houseliedern kam “Land Down Under” von Men at Work. Es hat einfach perfekt gepasst :-).
Der See war nichts besonderes, aber wir haben Schnappschildkroeten gesehen, immerhin etwas. Da Jayson nicht mehr wusste, was er mit uns machen soll, sind wir nach Kingfisher Bay gefahren, wo unsere Faehre zurueck fahren sollte. Der Weg war seit heute wieder offen, da dieser auch wegen des Feuers gesperrt war. Es war erschreckend zu sehen wie gross das Ausmass des Feuers war und selbst Jayson konnte nichts sagen ausser “Hier sieht es aus wie nach einem Krieg”. Alle Baeume waren bis oben hin schwarz und teilweise umgestuerzt. Der Boden war ebenfalls, durch die verbrannten Nadeln, schwarz. Ueberall lag noch Rauch in der Luft und die nun scheinende Sonne tauchte alles in gedaempftes, trauriges Licht.
Auf der Westseite angekommen zeigte uns Jayson noch die Lodge in der wir eigentlich gewohnt haetten und dann ging es zurueck auf die Faehre.
Am Hafen angekommen waren wir erstmal froh, wieder normalen Boden unter unseren Fuessen zu haben. Als wir dann unsere Elinda unversehrt wieder gesehen haben, war alles gut (es war unser ganzes Hab und Gut in dem Auto und es stand drei Tage auf einem ungesicherten Parkplatz).
Danach haben wir uns auf die Suche nach ein Hostel gemacht und bereits nach kurzer Zeit hatten wir eins gefunden, in der wir eine Nacht verbringen konnten. Sie hatten allerdings nur noch ein private Room fuer 30 $ frei, aber das war uns in dem Moment egal (vor allem haetten wir eh kein anderes mehr gefunden, da in Hervey Bay alle Rezeptionen nur bis 19 Uhr besetzt sind und es kurz vor war). Wir hatten sogar einen Fernseher und DVD-Player. Die DVD’s konnte man sich an der Rezeption kostenlos holen. Nach dem wir duschen waren haben wir zwei Medizinstudenten aus Wien und Innsbruck kennen gelernt. Florentine und Martin waren nach einer zwei monatigen Praxisphase in einem Hospital in Sydney auf den Weg nach Cairns und haben sich fuer den naechsten Tag ein Auto fuer Fraser gemietet. Wir hatten sehr viel Spass mit den beiden (Oesterreicher sind einfach immer super lustig, aufgeschlossen und nett – und wir lieben den Dialekt) und Martin hat uns erzaehlt wie das Feuer auf Fraser enstanden ist. Es wurde ein Safety Control Fire gelegt um einen groesseren Brand auf der Insel zu vermeiden. Das Feuer ist allerdings ausser Kontrolle geraten.
Da die beiden am naechsten Tag frueh aufstehen mussten und wir ziemlich muede waren sind wir bald ins Bett gegangen.
Wir haben noch eine Schnulzen-DVD eingelegt und sind beide innerhalb von einer halben Stunde eingeschlafen. Am naechsten morgen sind wir nach dem Fruehstueck Richtung Brisbane losgefahren. Wir haben uns wahnsinnig gefreut die Stadt wieder zu sehen. Es haengen einfach so viele gute Erinnerungen dran und als wir da waren haben wir uns wie zu Hause gefuehlt. Die ganze Zeit hiess es nur “Weisst du noch…”. Nach einem dreistuendigen Aufenthalt ging es weiter nach Surfers Paradise. Da wir die ganze Zeit im Stau standen, kamen wir mal wieder im Dunkeln an. Wir haben ewig gebraucht bis wir endlich unser Hostel gefunden hatten. Obwohl wir total muede waren, haben wir uns auf den Weg in die Innenstadt gemacht um noch ein Bierchen zu trinken. Eigentlich war der Plan nur eine Nacht hier zu bleiben, aber auf dem Weg in die Stadt wurden wir von einem Kerl angesprochen der Tickets fuer einen Partyabend verkauft – 6 Clubs, freier Eintritt und ein Freigetraenk je Club fuer 60 Dollar. Da wir kein Geld dabei hatten und normalerweise morgen schon weiter nach Byron Bay fahren wollten, haben wir ihn dann auf 20 $ runter handeln koennen. Also haben wir beschlossen 2 Naechte zu verlaengern. Am naechsten Tag hat es den ganzen Tag gewittert und wir haben Aaron aus Neuseeland kennengelernt. Er arbeitet bei Air New Zealand und macht 3 Wochen in Australien mit Arbeitskollegen Urlaub. Er hat auch fuer den Abend die Partytour gekauft.
Der Abend war sehr lustig und es tat mal wieder gut feiern zu gehen. Der kommenden Tag waren wir allerdings zu nichts zu gebrauchen und wir haben sogar verschlafen uns von Aaron zu verabschieden. Da wir am naechsten Tag schon wieder aufbrechen mussten, haben wir noch Waesche gewaschen und sind dann nochmal an Strand und in die Innenstadt um uns zu verabschieden.
Elisa ist ja, wie ich bereits schon geschrieben habe, von Cairns nach Sydney geflogen. Da wir laengere Zeit nichts mehr von ihr gehoert haben, haben wir sie angerufen aber leider nicht erreicht. Kurze Zeit spaeter kam eine SMS, dass sie bereits wieder in Deutschland ist, da ihre Oma im Krankenhaus liegt und es ihr gar nicht gut geht. Einerseits tat sie uns leid, aber andererseits haben wir uns schon gedacht, dass sowas kommen wird. Im Nachhinein wissen wir, dass sie nie vor hatte uns das Geld fuers Auto, wie versprochen, zu geben. Wir haben einfach wieder blind einer fremden Person vertraut und muessen jetzt dafuer buessen.
Auf dem Weg nach Sydney haben wir nochmal in Byron Bay gehalten, um uns einen Kaffee von unserer Nespresso Bar zu holen. Wir haben uns an den Strand gesetzt und in aller Ruhe unseren Cappucino genossen. Danach ging es weiter Richtung Sueden. Erst jetzt haben wir so richtig den Unterschied zwischen Queensland und New South Wales festgestellt. In Queensland ist alles bis auf den Regenwald, braun und ausgetrocknet und in NSW sieht man ueberall gruen, Fluesse und Nadelwaelder (und es sind definitiv weniger tote Tiere auf den Strassen). In Sydney angekommen, hatten wir nicht so ein schoenes Gefuehl wie in Brisbane. Allerdings wurden wir mit der Fahrt ueber die beleuchtete Harbour Bridge mit Skyline im Hintergrund entschaedigt. Wir hatten wieder vor in das Hostel zu gehen, in welchem wir ganz am Anfang waren. Erstaunlicherweise haben wir gleich auf Anhieb den Weg dorthin gefunden. Dort angekommen, haben wir bereits aus der Entfernung Christoph und Fabian (die beiden die mit Elisa gekommen sind) beim Rauchen gesehen. Es war als waere man nie weg gewesen. Als sie uns sahen waren sie total ueberrascht, sind gleich aufgesprungen und haben uns umarmt. Jetzt haben wir uns wirklich gefuehlt als waeren wir zu Hause angekommen. Nach kurzem Austausch was wir alle so alles getrieben haben, wollten wir erstmal einchecken und duschen. Den restlichen Abend haben wir mit den beiden Jungs verbracht. Am zweiten Abend haben wir Monopoly gespielt und wir kamen uns um Jahre zurueck versetzt vor. Da das Hostel sehr teuer war (39 $ die Nacht, 6 Bett Zimmer ohne Fruehstueck) haben wir nach den zwei Naechten ein Hostel in Kings Cross gesucht. Dort angekommen waren wir geschockt was fuer Leute dort rumlaufen. Kings Cross war mal das Nobelviertel von Sydney und ist wohl jetzt als Rotlichtviertel bekannt. Da wir unser Auto nicht vor dem Hostel parken konnten, mussten wir in einen Vorort von Sydney fahren. Die Strassen waren hier ueberall verdammt schmal und ich, schlau wie ich bin, wollte in einer umdrehen anstatt einfach gerade rueckwaerts rauszufahren. Dass das nicht gutgehen kann, haette mir von Anfang an klar sein muessen. Das Ende vom Lied war, dass ich mit der Stossstange vorne auf einen Randstein aufgesetzt bin und unsere Stossstange auf der rechten Seite abgebrochen ist. Da ich nun weder vor und zurueck in der Strasse gekommen bin, ist ein Mann mit Anzug aus dem Auto gestiegen, welchem ich den Weg versperrt hatte. Er hat uns geholfen, einigermassen unversehrt aus der Situation zu kommen. Ich war auf 180 und habe beschlossen zu Adam zu fahren, bei welchem wir das Auto gekauft haben. Er hat sein Autohaus auch in Kings Cross. Dort angekommen hat er uns auch gleich wieder erkannt und hat sich nach einem kurzen Small Talk unser Auto angeschaut. Er meinte, dass dies eine Sache von 10 Minuten ist und wir einfach in die Werkstatt am Flughafen fahren sollen. Gesagt getan, den Weg haben wir mal wieder ohne Schwierigkeiten gefunden. Nach 5 Minuten war unsere Elinda (wir sollten uns jetzt vielleicht einen anderen Namen ueberlegen) wieder gerichtet und wir mussten gluecklicherweise nichts zahlen. Die Stosstange wurde allerdings nur sehr provisorisch befestigt und wir denken, dass sie nicht so lange halten wird. Zurueck in der Innenstadt haben wir Christoph angerufen. Er hatte uns angeboten, dass wir unser Auto in die selbe Strasse stellen koennen wo ihres steht.
Jetzt haben wir uns Auto in einer Strasse 5 Minuten von der Innenstadt entfernt, in einem sehr komischen Viertel, aber umsonst geparkt. Christoph meinte zwar, dass man einmal die Woche vorbei schauen und das Auto ein wenig umparken sollte.
Zurueck im Hostel haben wir eingecheckt und waren von dem Tag vollkommen am Ende. Unser Zimmer war dann auch noch im 5. Stock und wir mussten zweimal gehen, da wir soviel Sachen haben. Nach duschen und Essen sind wir einfach nur noch ins Bett gefallen (es war sehr unbequem, da man jeden einzelne Feder in der Matraze gespuert hat) und haben lange geschlafen. Fuer das Hostel haben wir 30 $ gezahlt, hatten aber Fruehstueck und Free Internet. Die kommenden Tage haben wir nur mit erfolgloser Jobsuche verbracht. Nach den drei Naechten sind wir nun doch wieder zurueck ins YHA (das Hostel vom Anfang), da die Lage einfach viel besser ist und wir, was wir nicht wussten YHA Member sind und somit, wenn wir 7 Naechte buchen auch “nur” 30 Dollar die Nacht zahlen.
Die Laune war die letzten Tage bei uns am Tiefpunkt angelangt. Wir haben Nadine getroffen, welche auch mit uns angefangen hat und sie hat uns erzaehlt, dass neben Elisa noch 3 andere bereits wieder zu Hause sind, weil sie einfach keinen Job und somit auch kein Geld mehr hatten und dass auch sie spaetesten in 3 Wochen ihren Rueckflug buchen muss, falls sie bald keinen Job findet. Von Amelie (von Fraser) welche derzeit auf einer Fruitpicking Farm arbeitet, haben wir gehoert, dass dies wirklich die reinste Sklavenarbeit ist. Die Leute 70 Stunden die Woche arbeiten muessen, eine Stunde am Tag Pause haben und bereits nach wenigen Tagen Schmerzmittel nehmen muessen, da sie sonst nicht mehr arbeiten koennten.
Und es war einfach deprimierend wieder in der Stadt zu sein, aus der wir so schnell weg wollten, immer noch keinen Job zu haben und zu wissen, dass das Geld nie fuer das halbe Jahr reicht. Dann kam noch hinzu, dass es mich einfach wahnsinnig macht staendig in Hostel zu schlafen, kein eigenes Bett, eigenen Schrank und so gut wie keine ruhige Nacht zu haben. Ich wollte mich einfach nur mal zurueck ziehen und einfach Ruhe haben.
Es kamen wieder oefter die Gedanken, aufzugeben und nach Hause zu fliegen.
Gluecklicherweise bin ich von Gedanken wieder weggekommen. Es war immer mein Traum und den werde ich nicht aufgeben, bloss weil es zurzeit nicht gut laeuft. Auch wenn ich jetzt keinen Job finde, werde ich auf jeden Fall so lange bleiben bis der letzte Cent ausgegeben ist.
So sehr ich Deutschland und meine Leute vermisse, ich werde es frueh und lange genug wiedersehen.

Heute ist mein neuer Laptop angekommen und wir haben das erste mal Unterstuetzung von unserer Agentur bekommen. Patrick unser Jobvermittler hat uns waehrend seiner Mittagspause angesprochen und wollte wissen wie es bei uns laeuft. Wir haben ihm kurz berichtet was die letzten Wochen jobmaessig so los war und wie es derzeit ausschaut. Er meinte, dann dass er einen Freund hat welche zwei Housekeeper sucht. Leider wollte dieser keine Freundinnen, da wenn eine kuendigt die andere sich auch anschliesst und er somit wieder nach zwei suchen muss. Aber Patrick wollte nicht aufgeben, hat uns noch fuenf weitere Adressen gegeben die Kellner suchen (u.a. Loewenbraeukeller und Bavarian Beer Café :-)), hat unsere Lebenslaeufe “aufgepeppt” damit wir bessere Chancen haben und schickt unsere Bewerbungen noch an zwei Hotels welche auch Housekeeper suchen. Eines davon ist auf Kangaroo Island und ist ein 5-Sterne Luxushotel und das andere ist auf Howe Island (eine kleine Insel vor der Kueste NSW, welche auf der Unesco Liste steht). Falls sich hier was ergibt, waere das eine riessige Chance fuer Ina, die ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau abgeschlossen hat.
Patrick hat uns auch noch 4 Adressen von Fundraising Firmen gegeben, bei welchen man Flyer verteilt. Bei einer kannn man bis zu 160 $ am Tag verdienen und wenn man will 7 Tage die Woche arbeiten. Man muss sich einfach vorstellen und wenn alles passt kann man am naechsten Tag gleich anfangen. Da wir heute zu spaet dran waren, werden wir morgen hinfahren und schauen, ob das auch alles so stimmt. Der Job waere ja zumindest schon mal was fuer den Anfang.

Freitag, 14. Oktober 2011

Tut mir leid...

...dass ich mich so lange nichts geschrieben habe, aber wie ihr in meinem letzten Beitrag lesen koennt, ist mein Laptop kaputt. Werde versuchen alles so schnell wie moeglich nachzuholen.
Habe auch schon einen neuen Laptop gekauft, muss nur noch warten bis er mit der Post kommt (sollte Anfang naechster Woche der Fall sein).

2. Tag auf Fraser Island

Zuerst einmal eine lustige Geschichte:
Heute morgen hat mein Wecker um 7 Uhr geklingelt. Leider bin ich danach wieder eingeschlafen und bin um 7:40 Uhr wieder aufgewacht. Treffpunkt mit der Gruppe waere um 8 Uhr gewesen. Ina ist dann auch wach geworden und nachdem ich ihr die Uhrzeit gesagt habe, sind wir beide aus den Betten gesprungen, haben uns ganz schnell angezogen, sind zum Fruehstueck gelaufen, haben uns noch ein Toast geholt und sind dann zum Treffpunkt gelaufen. Als wir ankamen war mal wieder keiner da. Wir waren uns nicht sicher, ob wir nicht was falsch verstanden haben und wir uns erst um 9 Uhr oder so treffen. Also sind wir wieder zurueck ins Zimmer. Auf dem Weg haben wir Max, Amelie und Ulrike getroffen, die auch mit uns in der Gruppe sind. Sie meinten, dass sie jetzt schnell fruehstuecken und dass um 8 Uhr Treffpunkt am Bus ist. Wir haben sie ganz verwirrt angeschaut und meinten, dass es schon 8 Uhr sei. Danach haben wir alle auf unsere Uhren geschaut und wir haben sie gefragt, ob sie die Zeitumstellung mitbekommen haben. Jetzt waren sie ganz erschrocken und wir haben ihnen ganz davon ueberzeugt, dass ers wirklich so ist, erklaert, dass die Uhr eine Stunde vorgestellt wurde. Beim Fruehstueck waren wir die ersten und der Rest unserer Gruppe ist nach und nach in aller Ruhe in den Saal gekommen. Ina und mir war klar, dass irgendwas nicht stimmt. Max hat dann mit seinem Handy geschaut, wie viel Uhr es in Brisbane und Cairns ist. Es war tatsaechlich so, dass in Cairns (Airlie Beach gehoert auch zu der Zeitzone) die Uhren bereits umgestellt hat und Brisbane (auch Fraser Island) nicht. Auf dem Weg von Airlie Beach (Sommerzeit) nach Hervey Bay (Winterzeit) hat sich auch mein Handy automatisch wieder zurueckgestellt und ich habe es dafuer verflucht, weil ich dachte es waere falsch (mein Handy stellt oefter, auch in Deutschland, aus unerklaerlichen Gruenden, die Uhr um). Jetzt war uns auch klar, warum wir gestern am Hafen 1 1/2 Stunden gewartet haben :-)...
Nach einem ruhigen Fruestueck ging es los auf unsere zweite Tour. Zuerst sind wir am 75-Mile-Beach Highway Richtung Norden gefahren und haben an einem kleinen Flugzeug gehalten. Wer wollte konnte fuer 70 $ einen Rundflug ueber Fraser machen. Uns war es zu teuer, aber zwei aeltere Paerchen (wir wurden mit einer anderen Gruppe zusammengetan und waren dann 25) sind mitgeflogen. Wir wollten sie ein bisschen weiter noerdlich aufsammeln. Auf dem Weg dorthin ist allerdings unser Bus kaputt gegangen. Wir haben auf einer sehr holprigen Strecke einen Gang verloren und konnten nur noch 30 kmh fahren. Jayson hat geflucht und hat versucht uns einen neuen Bus zu organisieren. Er hat uns bei Sandtool Sandblow aussteigen lassen und wir sind mit Shane (dem Tourguide der zweiten Gruppe) losgezogen. Nach 20 Minuten Fussmarsch durch den Busch, sind wir an einer faszinierenden Sandformation angekommen, welche oben rostfarben und unten weiss war. Der Sand verfaerbt sich mit der Zeit durch die Meerluft. Die Sandhuegel sind aber fest wie stein, sodass man an ihnen hochklettern koennte. Nach weiteren zwei Minuten Fussmarsch standen wir wieder zwischen riessigen Sandduenen. Wir kamen uns vor wie in der Wueste. Wir sind an eine Stelle gelaufen in der ein kleiner Rinnsaal fliesst. Unser Guide erzaehlte uns, dass uns ein riessiger Fluss fliesst, welcher vor einiger Zeit noch an der Oberflaeche war. Auf der Gegenueberliegenden Seite sahen wir eine 50 Meter hohe Sandduene, welche bis dahin noch keiner an diesem Tag hochgelaufen ist. Also wollten wir natuerliche die ersten sein. Ina, Ulrike, Amelie und ich sind losgelaufen und bereits nach kurzer Zeit sind wir nur noch auf allen vieren voran gekommen, da es so steil wurde. Oben angekommen haben wir erstmal, vollkommen ausser Puste den wahnsinnigen Ausblick genossen. Man hat links das Meer gesehen, vor einem nur Duenen in den verschiedensten Farben (weiss, gelb, orange, braun, schwarz und beige), rechts Wald und unten die kleinen Menschen :-). Dann gings es laufend uns springend wieder nach unten.
Zueruck an der Stelle wo uns Jayson austeigen hat lassen, war weit und breit kein neuer Bus zu sehen. Also sind wir zu einer anderen Gruppe, welche sich gerade auf den Weg zu Eli Creek machen wollte, eingestiegen und sind dort hin gefahren. In Eli Creek fliesst pro Stunde 4,2 Millionen Liter Wasser. Er ist der groesste Bach an der Ostkueste Fraser Islands. Natuerlich kann man auch hier, dass Wasser wieder trinken. Er ist auch dafuer bekannt, dass man darin schwimmen kann. Dort angekommen sind wir fuenf, flussaufwaerts in dem glasklaren Wasser gelaufen. Es war wunderschoen, da links und rechts Baeume stehen und es wie eine Allee aussieht. Oben angekommen (man darf nur 100 Meter des Baches nutzen, da der Rest richtigerweise, zum Schutz gesperrt ist) haben wir unsere Bikinis angezogen und haben uns wieder zurueck treiben lassen. Zurueck am Bus, war Jayson mit dem neuen bereits angekommen.
Beim Einsteigen haben wir ca. 100 Meter entfernt unseren ersten Dingo gesehen. Die Dingos sind asiatische Woelfe, welche von Seemaennern nach Australien gebracht wurden. Es leben 150 - 200 von ihnen auf Fraser Island. Sie fressen keine ausgewachsenen Menschen, aber Kinder wurden schon oefter angeriffen. Als alle im Bus waren sind wir weiter Richtung Norden gefahren. Da man, aufgrund von Felsen, nicht die ganze Ostkueste am Meer entlangfahren kann, muss man immer mal wieder einen Abstecher durchs Inland machen. Der Sand bei der Einfahrt in die Strasse war besonders weich und tief und wir sind bereits ganz am Anfang stecken geblieben und festgefahren. Das war echt nicht Jaysons Tag. Er ist zusammen mit Shane ausgestiegen um die Reifen auszugraben. Wir mussten alle aussteigen, damit der Bus leichter wird. Beide hatten nach kurzer Zeit die Reifen ausgegraben und Jayson ist wieder ausgestiegen. Nach einigen Versuchen hat er es endlich geschafft rueckwaerts rauszufahren um es diesmal mit Anlauf und weniger Leuten an Bord zu versuchen. Wir alle haben ihn angefeuert und er hat es, wenn auch nur ganz knapp und viel Muehe, geschafft.
Unser naechstes Ziel waren die Champagne Pools und wir alle hatten uns mehr davon erwartet. Es sind lediglich Schwimmloecher (Pools), welche durch Felsen vom Meer getrennt sind und durch Wellen mit Wasser gefuellt werden. Keiner unserer Gruppe war schwimmen, da es bewoelkt und das Meer ziemlich kalt war. Die Umgebung war allerdings wieder atemberaubend. Das raue Meer mit meterhohen Wollen, Klippen, Waelder und Sandduenen. Wir haben uns auf einen kleinen Felsvorsprung gesetzt, wovon aus man die einen guten Ausblick ueber die Kueste hatte. Es war unbeschreiblich. Absolute Stille, der wahnsinnige Ausblick und die Wolken die einen besonderen Moment daraus gemacht haben. Dort haette ich ewig sitzen koennen.
Leider ging es nach kurzer Zeit schon wieder weiter zum Indian Head. Dieser ist der oestlichste Punkt Fraser Islands und ist ein 60 Meter hoher Felsen welcher weit ins Meer ragt. Er hat den Namen von Captain Cook, welcher damals von seinem Schiff Aboriginis (welche fuer ihn Indianer waren) an der Spitze hat stehen sehen, als er Australien erkundete. Auf dem Indian Head wurden auch kurze Zeit spaeter 200 Aboriginis von Siedlern ermordet. Nach einen 10-minuetigen Aufstieg hatte man wieder einen wunderschoenen Ausblick ueber die Kueste. Auf dem Weg zur Spitze haben wir im Meer einen Rochen schwimmen sehen (ueberall um Fraser schwimmen Haie, Rochen, Wale und Delfine) Ganz vorne angekommen konnte man in der Ferne die Buckel der auftauchenden Wale sehen. Leider war es so schnell wieder vorbei, dass keiner ein Foto machen konnte.
Auch hier haette ich wieder ewig sitzen und einfach die Stille geniessen koennen, aber es ging gleich wieder zurueck in den Bus, da wir noch viel Fahrt vor uns hatten. Auf der letzten Etappe haben wir an den Coloured Sands und am Maheno Shipwreck gehalten. Die Coloured Sand sind Sandberge die aus 72 verschiedenden Farben (meist rot und gelb) bestehen und sind von Schicht zu Schicht in einern anderen. Die Farbunterschiede entstehen durch Oxidation. Je mehr der Sand oxidiert, desto roeter wird er. Das Maheno Schiff wurde 1905 in Schottland gebaut. Es war ein Luxusliner, welcher zwischen Sydney und Auckland fuhr. Es war das erste turbinenebetriebene Schiff seiner Zeit. Am 8. Juli 1935 kenterte es aufgrund eines Zyklons und strandete auf Fraser Island. Nachdem es alle fotografiert hatten, gab es Kaffee und Kuchen und danach fuhren wir zurueck ins Resort. Dort verabschiedeten wir uns von Amelie, Max und Ulrike, welche nur eine zwei Tagestour gebucht hatten und gingen auf unser Zimmer. Wir packten alles aus und wolllten danach mit meinem Laptop ins Internet welchen in den ganzen Tag dabei hatte. Schon auf den ersten Blick sah ich, dass das Gehaeuse ein paar leichte Spruenge hat und eine Abdeckung verbogen war. Aber es sah jetzt nicht so schlimm aus. Also habe ich ihn angemacht und gehofft, dass alles andere noch funktioniert. Er faehrt ohne Probleme hoch, aber es kommt kein Bild. Man sieht auch, wenn man den Laptopns ins Licht haelt, dass der ganze Bildschirm gesprungen ist. Das Busfahren war teilweise sehr holprig (sogar wir sind trotz Gurt 30 cm in die Luft geschleudert worden, wenn wir mal wieder durch ein Schagloch gefahren sind) mein Rucksack lag neben mir auf dem Sitz und ist bei einem Schlagloch auf den Boden gefallen. Der Aufprall war anscheinend zu heftig. Jetzt werde ich mir hier auch noch einen neuen Laptop kaufen muessen. Australien wird doch teurer als geplant...

Dienstag, 4. Oktober 2011

1.Tag auf Fraser Island

Heute morgen hat unser Wecker bereits um 6:00 Uhr geklingelt und nach den letzten Tagen bzw. Nächten, waren wir immer noch total müde. Wir hätten leicht noch 5 Stunden schlafen können. Aber es half alles nichts, also sind wir aufgestanden, haben zusammen gepackt und sind an den Hafen gefahren wo der Treffpunkt für unsere Tour war. Um 7:30 Uhr waren wir da und um 8:00 Uhr wäre Abfahrt gewesen. Nach dem in Australien nichts nach der Uhr geht, standen wir bis neun Uhr rum und haben gewartet bis endlich der Bus kam. Danach ging es endlich los. Unser Guide Jayson erklärte uns, dass wir die Tour ändern müssen, da auf der Westküste von Fraser Island vor einigen Tagen ein schlimmes Feuer ausgebrochen ist und es bis jetzt nicht unter Kontrolle gebracht werden konnte. Unsere Lodge in der wir schlafen sollten, liegt an der Westküste. Also wurden wir in ein Resort an der Ostküste umgebucht. Der Lake McKenzie kann bis jetut leider auch noch nicht besucht werden, da auch dort einige Brände noch nicht gelöscht sind. Vielleicht können wir es am letzten Tag noch mal versuchen.
Wir sind mit dem Bus zum Fährhafen gebracht worden und von dort aus auf Fraser Island gestartet. Kurz nach dem ablegen sind neben unserer Fähre Delfine an uns vorbeigeschwommen. Leider waren alle zu langsam um ein Foto zu machen. Die Bucht in der wir abgefahren sind, ist auch bekannt dafür, dass dort Wale ihre Babys zur Welt bringen und im Anschluss in die Antarktis schwimmen.
Man konnte bereits nach kurzer Zeit die Rauchschwaden über der Insel erkennen und Jayson meinte, dass diese bereits harmlos sind. Wir waren da ein bisschen anderer Meinung.
Nach 40 Minuten waren wir dann endlich angekommen und das anlegen war gar nicht so einfach, da es nur eine sehr schmale Einfahrt gab und links und rechts überall Sand war. Von der Fähre ging es dann in den Bus, welche in den nächsten Tagen unser Begleiter sein wird. Die Fahrt zur Central Station war extrem wacklig. Ina und ich saßen weiter hinten im Bus und sind ständig von unseren Sitzen geflogen. Wir waren froh, dass wir nicht selber fahren mussten, da wir bereits nach 10 Meter in dem tiefen Sand stecken geblieben wären (Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt. Allerdings gibt es hier auch einen der vielfältigsten Regenwälder Australiens. Es gibt sogar Nadelbäume welche es sonst nur in Kanada gibt, da Siedler diese damals auf die Insel gebracht haben um zu sehen, ob diese auch unter anderen Bedingungen wachsen – und es funktioniert). Bei Central Station angekommen gingen wir 1,8 km durch den Regenwald, durch welchen ein kleiner Fluss fließt. Dass Wasser hier ist glasklar und natürlich ist wieder überall Sand. Da der Sand wie ein Filter ist, kann man das Wasser hier ohne Probleme aus Flüssen und Seen trinken. Kurz vor Schluss des Weges stand am Rand ein 50 Meter hoher Baum, dessen Stamm zu breit ist, dass sich 16 Leute einem außen herum stellen können. Natürlich wollte jeder ein Foto wie er den Baum umarmt. Danach ging es wieder in den Bus und zu unserem Resort für die nächsten Tage. Hier haben wir zu Mittag gegessen und danach ging es weiter zum Lake Wabby. Wir fuhren 10 Minuten über den 75 Mile Beach und danach mussten wir 2,4 km in der Mittagshitze über Sanddünen zu dem See laufen. Es war wirklich ziemlich anstrengend, da man die meiste Zeit tief in den Sand eingesunken ist. Aber als wir endlich da waren, hat sich die Anstrengung mehr als nur gelohnt. Lake Wabby liegt in mitten von Sanddünen und ist an der tiefsten Stelle 12 Meter tief. Der See ist so klar. dass man die Fische darin schwimmen sehen kann. Ina und ich haben uns in die Sonne gelegt, mit den Füßen im Wasser und waren innerhalb von 10 Minuten eingeschlafen. Nach zwei Stunden Erholung, ging es wieder zurück zum Bus.
Jetzt waren wir duschen und Abendessen (ein Buffet vom allerfeinste, wie im Urlaub :-)). Da wir heute zu müde sind, werden wir nicht mit den anderen in die Bar gehen.

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